So positionieren Sie einen Monitorarm für besseres Arbeiten

So positionieren Sie einen Monitorarm für besseres Arbeiten

Ein Monitorarm kann einen Schreibtisch sofort luftiger wirken lassen: mehr freie Eichenholzfläche, weniger visuelle Ablenkungen und ein Bildschirm, der sich Ihrer Arbeit anpasst, anstatt sie zu diktieren. Doch erst wenn man weiß, wie man die Beschläge des Monitorarms richtig positioniert, wird aus diesem aufgeräumten Erscheinungsbild echter Komfort im Alltag. Ein wunderschön gearbeiteter Schreibtisch verdient mehr als einen Bildschirm, der zu tief, zu weit entfernt oder in einem Winkel angebracht ist, der Blendungen verursacht.

Das Ziel ist nicht eine einzige starre Körperhaltung. Es geht um eine Bildschirmposition, bei der Ihre Augen, Ihr Nacken, Ihre Schultern und Ihre Hände während der Arbeit entspannt bleiben und die sich leicht anpassen lässt, wenn Sie sitzen, stehen, lesen, präsentieren oder sich intensiv konzentrieren. Beginnen Sie mit dem Körper und richten Sie den Bildschirm dann entsprechend aus.

Beginnen Sie mit der Höhe Ihres Stuhls und Ihres Schreibtischs

Ein Monitorarm kann einen Arbeitsplatz, der auf der falschen Höhe eingerichtet ist, nicht ausgleichen. Bevor Sie den Arm verstellen, nehmen Sie Ihre normale Arbeitshaltung ein, wobei beide Füße auf dem Boden oder einer Fußstütze aufliegen. Lassen Sie Ihre Schultern locker hängen, anstatt sie zu den Ohren hochzuziehen. Ihre Ellbogen sollten dicht am Körper anliegen, und Ihre Unterarme sollten bequem in etwa auf Höhe der Tastatur ruhen.

Bei einem höhenverstellbaren Schreibtisch sollten Sie den Schreibtisch so einstellen, dass er diese Position unterstützt, anstatt Ihren Stuhl übermäßig zu verstellen. Der Stuhl sollte Ihre Hüften und den unteren Rücken stützen; der Schreibtisch sollte auf die Höhe Ihrer Arme in entspannter Haltung eingestellt sein. Wenn Sie im Stehen arbeiten, bringen Sie die Tischplatte auf die gleiche Höhe wie Ihre Ellbogen. Ihre Handgelenke sollten in einer neutralen Position bleiben und nicht nach oben gebeugt sein, um die Tastatur zu erreichen.

Erst wenn sich diese Grundstellung natürlich anfühlt, sollten Sie den Bildschirm aufstellen. Diese Reihenfolge ist wichtig. Viele Menschen stellen ihren Monitor höher oder tiefer ein, um einen Stuhl, einen Schreibtisch oder eine Tastatur auszugleichen, die einfach nicht richtig eingestellt sind.

So stellst du einen Monitorarm auf die richtige Höhe ein

Als Ausgangspunkt sollten Sie die Oberkante Ihres Bildschirms auf Augenhöhe oder etwas darunter positionieren. Wenn Sie geradeaus schauen, sollten Ihre Augen ganz natürlich auf das obere Drittel des Bildschirms treffen. Dies fördert einen sanften Blick nach unten, was in der Regel angenehmer ist, als das Kinn hochzuhalten, um auf einen hoch gelegenen Bildschirm zu blicken.

Es gibt jedoch Ausnahmen. Wenn Sie Gleitsichtgläser tragen, kann ein zu hoch platzierter Bildschirm dazu führen, dass Sie den Kopf nach hinten neigen müssen, um den klaren Bereich des Glases zu finden. Eine etwas tiefere Position ist oft besser. Wenn Ihre Arbeit die Betrachtung kleiner Details erfordert, wie beispielsweise beim Entwerfen, Bearbeiten oder bei der Arbeit mit Tabellenkalkulationen, ziehen Sie möglicherweise auch einen etwas stärkeren Blickwinkel nach unten vor. Maßgeblich ist der Komfort, nicht eine schematische Darstellung.

Stellen Sie den Arm so ein, dass Sie sich beim Betrachten des Bildschirms nicht nach vorne beugen oder den Hals recken müssen. Lehnen Sie sich im Stuhl zurück und schauen Sie auf den Bildschirm. Wenn sich Ihr Kopf nach zehn Minuten von selbst nach vorne bewegt, ist der Bildschirm möglicherweise zu weit entfernt, für die jeweilige Aufgabe zu klein oder zu tief positioniert.

Bei einem einzelnen Monitor sollten Sie den Bildschirm direkt vor sich in der Mitte aufstellen. Vermeiden Sie es, ihn seitlich zu platzieren, es sei denn, es handelt sich tatsächlich um einen Zweitbildschirm. Ein Bildschirm, den Sie den größten Teil des Tages nutzen, sollte sich auf Ihrer zentralen Sichtlinie befinden, damit Ihr Nacken nicht stundenlang unbewusst gedreht wird.

Stellen Sie den Abstand ein, bevor Sie den Winkel feinjustieren.

Eine nützliche Faustregel lautet, den Bildschirm zunächst in etwa einer Armlänge Entfernung aufzustellen – bei einem typischen 24- bis 32-Zoll-Bildschirm sind das oft etwa 50 bis 70 cm. Der richtige Abstand hängt von der Bildschirmgröße, der Auflösung, der Textskalierung und Ihrer Sehkraft ab. Größere Bildschirme können weiter entfernt aufgestellt werden; ein kompakter Bildschirm muss möglicherweise näher herangerückt werden.

Anstatt ständig Messungen vorzunehmen, probieren Sie es einfach bei Ihrer täglichen Arbeit aus. Sie sollten normalen Text lesen können, ohne die Augen zusammenzukneifen, alles unnötig zu vergrößern oder sich zum Bildschirm hin zu beugen. Wenn Sie merken, dass Sie den Kopf nach vorne bewegen, rücken Sie den Bildschirm näher heran oder vergrößern Sie die Textgröße. Wenn sich Ihre Augen am Ende des Tages überanstrengt anfühlen, überprüfen Sie zunächst Helligkeit, Skalierung und Blendung, bevor Sie davon ausgehen, dass die Armhöhe das Problem ist.

Sobald der Abstand angenehm erscheint, neigen Sie den Bildschirm leicht nach hinten, in der Regel um 10 bis 20 Grad. Dadurch bleibt die Bildschirmoberfläche weitgehend senkrecht zu Ihrer Blickrichtung, was Reflexionen durch Deckenleuchten oder Fenster verringern kann. Neigen Sie den Bildschirm jedoch nicht so weit nach hinten, dass Sie ein Spiegelbild des Raums sehen.

Schon eine kleine seitliche Verstellung kann einen überraschenden Unterschied bewirken. Wenn Tageslicht von einer Seite einfällt, drehen Sie den Arm so weit, dass Reflexionen reduziert werden, während Sie Ihren Körper nach vorne gerichtet halten. Das Ziel ist eine klare Sicht, ohne den gesamten Schreibtisch in eine abgedunkelte Ecke zu verwandeln.

Stellen Sie den Arm so ein, dass er Ihrer Arbeitsweise entspricht

Der Befestigungspunkt des Monitorarms bestimmt, wie frei sich der Bildschirm bewegen lässt. Auf einem großzügigen Schreibtisch ist die Montage des Arms nahe der Hinterkante in der Regel die sauberste und funktionalste Wahl. So entsteht Platz für die Tastatur, der Bildschirm nimmt nicht den vorderen Bereich des Schreibtisches ein und die Kabel lassen sich ordentlich hinter dem Bildschirm verlegen.

Gehen Sie nicht davon aus, dass die Mitte immer die beste Position ist. Bei einem einzelnen Monitor funktioniert es oft gut, wenn der Arm etwas außermittig angebracht ist, insbesondere wenn der Arm einen großen Schwenkbereich hat oder der Bildschirm mittig über der Tastatur positioniert werden muss. Entscheidend ist, wo der Bildschirm landet, und nicht, wo die Klemme am symmetrischsten aussieht.

Verwenden Sie für einen Schreibtisch aus massiver Eiche die richtige Befestigungsmethode (Klemme oder Durchführungshülse) und befolgen Sie die Belastungshinweise des Armherstellers. Bringen Sie die Klemme an einer stabilen Stelle der Tischplatte an, fern von nicht abgestützten Kanten, Fugen oder Kabelausschnitten. Eine Schutzunterlage zwischen Klemme und Holz kann dazu beitragen, die Oberflächenbeschaffenheit zu schonen, sofern sie den Halt der Klemme nicht beeinträchtigt. Echtes Holz ist robust und für eine lange Lebensdauer ausgelegt, doch eine sorgfältige Montage trägt dem Material Rechnung.

Überprüfen Sie auch die Ausladung des Arms. Manche Arme benötigen beim Schwenken viel Freiraum hinter dem Schreibtisch. Wenn der Schreibtisch dicht an einer Wand steht, wählen Sie eine Befestigungsposition und eine Armgeometrie, die es dem Bildschirm ermöglichen, sich zu bewegen, ohne wiederholt gegen die Wand zu stoßen oder an Kabeln zu ziehen.

Wenn Sie zwei Monitore verwenden

Bei Konfigurationen mit zwei Bildschirmen ist ein anderer Ansatz erforderlich. Stellen Sie den Bildschirm, den Sie am häufigsten nutzen, direkt vor sich auf und neigen Sie den zweiten Monitor daneben nach innen. Wenn beide Bildschirme gleich häufig genutzt werden, positionieren Sie sie in einer flachen V-Form, wobei die Verbindungsstelle mittig vor Ihrer Nase liegt.

Achten Sie darauf, die Oberkanten der Bildschirme möglichst auf einer Höhe auszurichten, und stellen Sie die Bildschirme in etwa im gleichen Abstand zu Ihren Augen auf. Wenn ein Bildschirm weit hinten und der andere nah vor Ihnen steht, wird Ihr Sehsystem stärker beansprucht, als es eigentlich nötig wäre. Bei zwei größeren Bildschirmen wirkt eine geschwungene Anordnung oft natürlicher als eine perfekt gerade Linie.

Vermeiden Sie es, beide Bildschirme zu hoch anzubringen, nur um Platz für Schreibtischutensilien zu schaffen. Ein aufgeräumter Schreibtisch ist zwar wertvoll, sollte aber nicht auf Kosten einer unbequemen Nackenhaltung gehen. Hier kommt ein gut durchdachter Arm ins Spiel: Er sollte Platz schaffen, ohne dass der Körper dabei Abstriche machen muss.

Wenn Sie zwischen Sitzen und Stehen wechseln

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch verändert das Verhältnis zwischen Ihnen und dem Monitor. Wenn sich die Tischplatte hebt, werden Armlehne und Bildschirm mit angehoben – was ideal ist –, doch der Bildschirm muss dennoch an Ihre Standhaltung angepasst werden. Viele Menschen stehen mit unterschiedlichem Schuhwerk aufrechter, und eine Monitorposition, die im Sitzen genau richtig erscheint, kann im Stehen etwas zu niedrig oder zu hoch sein.

Stellen Sie zunächst eine bequeme Sitzposition ein, heben Sie dann den Schreibtisch an und überprüfen Sie erneut Ihre Sichtlinie. Nutzen Sie die Höhenverstellung oder die Neigungsverstellung der Armlehnen, um eine Stehposition zu finden, die sich ebenso entspannt anfühlt. Wenn Sie häufig zwischen den Positionen wechseln, sollten Sie keine der beiden Einstellungen als ideal festlegen. Eine geringfügige Anpassung ist besser, als eine feste Bildschirmposition für jede Körperhaltung zu erzwingen.

Das gleiche Prinzip gilt auch für gemeinsame Arbeitsbereiche. Ein Arm macht einen Schreibtisch flexibler, sollte sich jedoch leicht bewegen lassen und gleichzeitig stabil genug sein, um an seinem Platz zu bleiben. Überprüfen Sie die Spannungseinstellung entsprechend dem Gewicht des Monitors. Wenn der Bildschirm langsam nach unten rutscht, muss der Arm fester angezogen werden; wenn sich der Arm nur mit Kraftaufwand bewegen lässt, ist er möglicherweise zu fest angezogen.

Die Kabel sollten locker genug sein, damit man sich bewegen kann

Ein Monitorarm sieht erst dann durchdacht aus, wenn sich die Kabel mit ihm mitbewegen. Verlegen Sie Strom-, Video- und USB-Kabel durch den Kabelkanal des Arms, sofern vorhanden, und lassen Sie an jedem Gelenk genügend Spielraum, um den gesamten Bewegungsbereich auszunutzen. Testen Sie den Arm anschließend in seiner höchsten, tiefsten, nächsten und entferntesten Position.

Zu straff gezogene Kabel können Anschlüsse belasten, die Bewegungsfreiheit des Arms einschränken und genau dort, wo der Schreibtisch Ruhe ausstrahlen sollte, eine unordentliche Schleife bilden. Zu viel Spiel hingegen kann sichtbar unter der Tischplatte herabhängen. Das beste Ergebnis ist eine kontrollierte Länge: genügend Bewegungsfreiheit, ohne dass überschüssiges Kabel die klare Linie des Arbeitsbereichs stört.

Auf einer Schreibtischplatte aus Eiche trägt eine durchdachte Kabelführung zudem dazu bei, das einheitliche Erscheinungsbild der Oberfläche zu bewahren. Lassen Sie die natürliche Maserung sichtbar bleiben und verbergen Sie die praktischen Elemente ordentlich darunter.

Überprüfen Sie die Position nach einem echten Arbeitstag

Die endgültige Anpassung lässt sich nicht in dreißig Sekunden bewerkstelligen. Arbeiten Sie einen ganzen Vormittag oder Nachmittag am Schreibtisch und achten Sie dann darauf, was Ihr Körper tut, ohne es zu korrigieren. Heben Sie das Kinn an? Drehen Sie die Schultern? Lehnen Sie sich nach vorne? Reiben Sie sich eine Seite des Nackens? Das sind nützliche Signale, keine Fehler.

Nehmen Sie jeweils nur eine Änderung vor: etwas mehr Höhe, ein paar Zentimeter weniger Abstand, ein kleines bisschen mehr Neigung. Bei großen Änderungen lässt sich nur schwer feststellen, was genau zur Verbesserung der Arbeitshaltung beigetragen hat. Überprüfen Sie die Einstellung jedes Mal erneut, wenn Sie die Stuhlhöhe ändern, einen Laptop hinzufügen, den Schreibtisch verschieben, den Monitor austauschen oder eine andere Brille tragen.

Ein Monitorarm sollte Ihren Bildschirm genau dort positionieren, wo er nützlich ist, und dabei so unauffällig wie möglich sein. Wenn der Bildschirm in der richtigen Höhe über einer warmen, naturbelassenen Eichenoberfläche schwebt, wirkt der Schreibtisch weniger wie eine Ansammlung von Geräten, sondern eher wie ein Ort, der für ausdauerndes, konzentriertes Arbeiten geschaffen wurde.

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